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Stadtentwicklung
"Innen vor Außen" im Hechtviertel beginnt
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Tatkräftig
unterstützt von Zimmermeister Ludwig Hahn konnte Klaus
Habermalz als einer der stolzen Bauherren beim Richtfest des
ersten Stadthauses in der Kiefernstraße am 7. Dezember
mit beherzten Schlägen den traditionell letzten Nagel einschlagen. |
"Innen
vor Außen", so lautet das vorrangige Entwicklungsziel
des Bebauungsplanes 139 Dresden Neustadt 29, den das Stadtplanungsamt
im Juni dem Ortsbeirat Neustadt präsentierte. Durch die Aufstellung
des B-Planes sollte im Hechtviertel die Errichtung von Stadthäusern
als Alternative zum Hausbau im Dresdner Umland ermöglicht werden.
Bereits Anfang Dezember feierte man hier nun ein zünftiges
Richtfest, nachdem Zimmermeister Ludwig Hahn zuvor den traditionellen
Richtspruch vom Gerüst des vollendeten Rohbaus für das
erste neue Stadthaus in der Kiefernstraße verkündet hatte.
Damit
ist der problematische Sprung der Stadtentwicklung über die
Bahnlinie in diesem städtischen Quartier gelungen, das seit
1993 zum Sanierungsgebiet Neustadt zählt. Das Modellprojekt
"Innerstädtisches Wohnen Kieferstrasse - Leben im Hecht"
nimmt langsam Gestalt an. Entwicklungsträger dieses städtebaulichen
Vorhabens ist die STESAD.
Insgesamt
sind in dem Areal entlang der Kiefernstraße vierzehn Häuser
geplant, mit denen beispielhaft die Stadtentwicklung von Außen
nach Innen durch ein attraktives innerstädtisches Wohnangebot
in modernen Stadthäusern gefördert werden soll. Die entsprechende
Nachfrage belegt der Umstand, dass zehn dieser Häuser derzeit
bereits noch vor ihrer Errichtung schon verkauft oder reserviert
sind. Erleichtert wird die Stadtentwicklung längs der Kiefernstraße
durch eine bereits weitgehend vorhandene Infrastruktur. Die durch
Kriegsschäden unterbrochene Blockrandbebauung in dem 25 Hektar
umfassenden und zu DDR-Zeiten städtebaulich nicht weiterentwickelnden
Gebiet soll für die geplante Neubebauung nicht vollständig
wieder hergestellt werden. Im Zuge des innerstädtischen Eigenheimbaues
sollen vielmehr in der Höhe zonierte Stadthäuser durch
Bauherrengemeinschaften errichtet werden, und zwar drei- bis viergeschossige
Gebäude in Richtung Kiefernstraße und zwei- bis dreigeschossige
Häuser im rückwärtigen Bereich. Dabei ist eine Vorrangnutzung
für innerstädtisches Wohnen vorgesehen. Lediglich im Erdgeschoss
soll bei Bedarf so genanntes nicht störendes Gewerbe wie beispielsweise
wohnungsnahe Ladengeschäfte attraktive neue Standorte finden.
Die
für die Neubebauung erforderlichen Pkw-Stellplätze sind
auf den jeweiligen Grundstücken vorgesehen. Korrespondierend
zur geplanten aufgelockerten Bebauung sind begrünte Plätze
zur städtebaulichen Gliederung des Straßenraumes vorgesehen.
Eine Realisierung der planungsrechtlich im Zuge der Baumaßnahmen
möglichen Tiefgarage ist nach Einschätzung des Stadtplanungsamtes
derzeit eher unwahrscheinlich. Fraglich ist darüber hinaus
derzeit auch noch, ob sich eine behindertengerechte Wegeführung
und die Möglichkeit der Ausweisung der Kiefernstraße
als Spielstraße im Laufe der weiteren Entwicklung des Quartiers
umsetzen lässt. Letzteres hatte der Ortsbeirat Neustadt bei
der Vorstellung der Planung für das Quartier ausdrücklich
angemahnt.
Text+Foto: Theodor van Bernum
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