Thema: Hundefreilaufzonen in der Dresdner Heide

Rege Bürgerbeteiligung an der Flächenausweisung

 
Schon manchmal lästig so eine Leine. Aber an der unteren Prießnitz geht's für vierbeinige Besucher der Dresdner Heide wohl auch künftig ohne.

Sebastian Schmidt vom Umweltamt als untere Naturschutzbehörde informierte den Ortsbeirat Neustadt am 12. Februar über den Stand der Dinge in einem Verfahren, in dem die Emotionen bisher manchmal ein wenig sehr hoch schlugen. Es betrifft nämlich die Ausweisung von Hundefreilaufzonen im Zusammenhang mit der Neuabgrenzung und -festsetzung des Landschaftsschutzgebietes "Dresdner Heide" zum Ende des letzten Jahres. Im Frühjahr dieses Jahres soll die Rechtsverordnung veröffentlicht und damit dann rechtskräftig werden.

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres hatte die Stadt daher bereits eine entsprechende Karte des künftigen Schutzgebietes mit 10 Flächenvorschlägen von insgesamt 200 Hektar für die Abgrenzung von Hundefreilaufbereichen in der Dresdner Heide veröffentlicht. Die Bürger wurden damit bis Mitte Januar zur Einreichung weiterer Vorschläge zur Ausweisung bedarfsgerechter Hundefreilaufbereiche aufgefordert. Von den daraufhin eingereichten 215 Zuschriften waren jedoch 47 nicht verwertbar, da sie sich beispielsweise generell gegen einen Leinenzwang für Hunde in der Dresdner Heide aussprachen. Aufgrund des entsprechenden Stadtratsbeschlusses stehe der Leinenzwang als solches in der laufenden Bürgerbeteiligung jedoch nicht zur Diskussion erläuterte Sebastian Schmidt. Die übrigen 168 Bürgereinwendungen enthielten dagegen aus seiner Sicht jedoch eine Vielzahl interessanter Gebietsvorschläge für Hundefreilaufzonen. Faktisch ergibt sich daraus nun eine nahezu geschlossene Randzone als Hundefreilaufbereich rund um den Kern des Landschaftsschutzgebietes Dresdner Heide. Das Umweltamt prüft zurzeit die entsprechende Eignung der vorgeschlagenen Flächen. Besonders erfreulich für alle Neustädter Hundebesitzer: Entlang der unteren Prießnitz wird es Ihnen aller Voraussicht nach auch künftig erlaubt bleiben ihre Vierbeiner ohne Leine auszuführen. Auch ein die Heide komplett querender Waldweg ist in den derzeitigen Gebietsvorschlägen für Ausnahmen vom generellen Leinenzwang für Hunde im Landschaftsschutzgebiet enthalten.

Sebastian Schmidt gab sich daher zuversichtlich zusammen mit der anstehenden Umsetzung der neuen Rechtsverordnung zum Landschaftsschutzgebiet Dresdner Heide auch zur Ausweisung bedarfsgerechter Hundefreilaufbereiche zu kommen. Diese sollen dann durch eine entsprechende Kennzeichnung an Waldbäumen eindeutig abgegrenzt werden, wobei nachträgliche Änderungen im Bedarfsfall möglich bleiben sollen. Die Kontrolle des Leinenzwangs für Hunde im übrigen Landschaftsschutzgebiet obliegt künftig den vier Revierförstern des stadtnahen Waldgebietes. Sebastian Schmidt wies zur Beruhigung aller Hundebesitzer in diesem Zusammenhang allerdings darauf hin, dass die Stadt nicht beabsichtige etwaige Verstöße per Bußgeldkeule zu ahnden.


Text+Foto: Theodor van Bernum


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 17.02.2008