Thema: Waldschlößchenbrücke

Es war einmal (k)eine Brücke ...

 
Die Dresdner Elblandschaft kann man vom Pavillon am Waldschlößchen wohl auch zukünftig ohne Brücke genießen.

Das Geld ist knapp. Und so beschloß der neugewählte Dresdner Stadtrat in einer seiner ersten Sitzungen, die für den Bau der neuen Waldschlößchenbrücke bis 2005 eingeplanten finanziellen Mittel stattdessen lieber in die dringend notwendige Sanierung von Kindertagesstätten zu investieren. Obwohl der städtische Anteil bei dem Brückenbauvorhaben mit 28 Millionen Euro im Vergleich zu den bereitgestellten Landes- und Bundesfördermitteln relativ gering ist, trägt die Entscheidung vor allem einen symbolischen Charakter. Denn ohne eigene Gelder entfällt auch die Unterstützung "von oben". Und ohne Moos nix los - das heißt, die Brücke wird nicht gebaut. Während sich im Stadtrat die Brückengegner gegenseitig auf die Schulter klopfen, reibt man sich anderswo die Hände. Viele der kleineren Städte und Gemeinden in Sachsen hoffen, von den frei werdenen Fördermitteln - immerhin 96 Millionen Euro - für eigene Infrastrukturprojekte profitieren zu können.

Doch noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Neben einem laufenden Bürgerbegehren, wonach die Dresdner Bevölkerung über den Bau der Waldschlößchenbrücke abstimmen soll, hat nach der Entscheidung des Dresdner Stadtrates auch Oberbürgermeister Ingolf Roßberg von seinem Veto-Recht Gebrauch gemacht. Sollte der Stadtrat in der nächsten Sitzung seinen Beschluß wiederholen, müßte dann zur Klärung das Regierungspräsidium eingeschaltet werden.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 15.09.2004