
Der
Dresdner Striezelmarkt am Goldenen Reiter in der Neustadt. -
Gemälde von Julius Otto Fritzsche, um 1910 |
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Deutschlands
ältester Weihnachtsmarkt
Was
ist ein Striezel? - Nichts anderes als die historische Bezeichung
für den Dresdner Christstollen. Nur die wenigsten wissen das,
dafür ist der Dresdner Striezelmarkt für viele ein Begriff.
Schließlich ist es Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt.
Seinen Ursprung hatte er in dem von Kurfürst Friedrich II.
und seinem Bruder, dem Herzog Sigismund, erlassenen Privileg, welches
einmal in der Woche und vor Heiligabend das Abhalten eines Marktes
auf dem Dresdner Altmarkt gestattete. Ursprünglich nur für
Fleischverkäufe gedacht, wurde bald darauf mit verschiedensten
Waren gehandelt, wobei der Weihnachtsstollen als beliebtes Backwerk
eine besondere Bedeutung erlangte. Der Striezelmarkt blieb jedoch
nicht nur auf den Altmarkt beschränkt. Ab der zweiten Hälfte
des 19.Jahrhunderts fand er z.B. auch in der Neustadt am Goldenen
Reiter und auf der Hauptstraße statt. Nach 1945 wurde der
Dresdner Striezelmarkt aufgrund der Kriegszerstörungen in der
Innenstadt vorerst in die intakt gebliebenen Außenbezirke
verlegt, u.a. auch zur "Nordhalle", dem heutigen Militärhistorischen
Museum am Olbrichtplatz. Mit der Neubebauung in den fünfziger
Jahren wurde auf dem Altmarkt auch die Tradition des Striezelmarktes
wiederbelebt.
In
jüngster Zeit hat sich auch auf der Hauptstraße wieder
ein Weihnachtsmarkt etabliert, dessen Erscheinungsbild durchaus
an die Atmosphäre wie vor hundert Jahren erinnert.
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