Thema: Einwohnerentwicklung in Dresden

Tücken der Statistik (II)

 
Weixdorf oder Dresden? - So ganz ohne Zugeständnisse ging es dann doch nicht bei den letzten Eingemeindungen ...

Knapp vorbei ist auch daneben. Das Ziel, wieder eine halbe Million Einwohner zu haben, hat Dresden noch nicht erreicht. Doch der Ehrgeiz ist da, vor allem im Hinblick auf das bevorstehende 800-jährige Stadtjubiläum. So wie auch die - sehr zum Leidwesen vieler Studenten - ab 2006 geltende Zweitwohnungssteuer einzig und allein dem Zweck dient, die Zahl der Hauptwohnsitze in der sächsischen Landeshauptstadt zu erhöhen. Dass damit die magische Grenze von 500.000 überschritten werden wird, bleibt fraglich. Doch auch die Zahl von derzeit 480.000 Einwohnern wird von den Stadtoberen durchaus positiv bewertet, bedeutet es doch eine Trendwende zu dem bis 1999 zu verzeichnenden Bevölkerungsschwund. Demnach nimmt die Einwohnerzahl im Dresdner Stadtgebiet seitdem zu, im Umland ab. Zufällig ist 1999 aber auch das Jahr, in dem zahlreiche Randgemeinden, wie z.B. Weixdorf, Langebrück, Schönfeld und Weißig nach Dresden eingemeindet wurden. Und wer früher, vor allem in den neunziger Jahren, von der Stadt dorthin aufs Land gezogen war, ist nun wieder Dresdner. Eine weitere Abwanderung in das mittlerweile entferntere Umland der sächsischen Landeshauptstadt dürfte auf Grund der räumlichen Distanz in den nächsten Jahren kaum zu erwarten sein.

Wer mehr über die aktuellen Dresdner Zahlen wissen will, sei auf die druckfrisch erschienene Broschüre "Faktum Dresden" verwiesen, die kostenlos in den Informationsstellen der Rathäuser, Bürgerbüros, Ortsämter und örtlichen Verwaltungsstellen erhältlich ist.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 16.06.2005