Thema: Weitere Entwicklung in den Sanierungsgebieten

Erst die Häuser, dann die Straßen

Die Sanierung der Äußeren Neustadt hat weite Fortschritte gemacht. Betrug der Wohnungsleerstand um 1990 noch 50 Prozent, so sind es jetzt nur noch zehn. Gut die Hälfte der bisher ausgegebenen Fördermittel wurde in die Instandsetzung der Gebäude gesteckt. Mit dem Ergebnis, dass etwa 80 Prozent der Häuser inzwischen saniert sind. Für die anderen sieht die Zukunft jedoch ungewiß aus. Da seit 1996 nur noch Dach und Fassade gefördert werden, müssen die Hauseigentümer bei einer Sanierung tiefer in die eigene Tasche greifen.

Die Prognose der insgesamt benötigen Fördergelder wurde inzwischen auf Grund der vorliegenden Erfahrungen von 260 Mio. auf 175. Mio. DM nach unten korrigiert. Davon sind 110 Millionen verbraucht, der verbleibende Rest soll vorrangig für Straßen, Plätze und Grünflächen verwendet werden.

 


Ruinen sind in der Äußeren Neustadt selten geworden. Aber die man jetzt noch sieht, werden wohl noch eine längere Zeit zum gewohnten Straßenbild gehören.

Schwerpunkte sind dabei die zusätzliche Erschließung des Gebietes zwischen Kamenzer Straße und Görlitzer Straße, der geplante Weg entlang der Prießnitz, neue Grünflächen (Louisenstraße 63 und Talstraße 11) und die Sanierung des Spielplatzes Sebnitzer Straße. An Gemeinbedarfseinrichtungen sind die Umnutzung der ehemaligen Turnhalle des Heinrich-Schütz-Konservatoriums (Glacisstraße) zu einem Konzert- und Übungssaal vorgesehen und die Wiederherstellung des ehemaligen Festsaales an der Prießnitzstraße (Pfunds Molkerei). Für 2002 stehen fünf Millionen an Fördermitteln zur Verfügung.

Im Hechtviertel setzte die Sanierungstätigkeit etwas später ein. Doch auch hier sind mittlerweile ein Großteil der Gebäude saniert und die Umgestaltung der Straßen und Freiflächen gewinnt größere Bedeutung. Neben den beiden Hauptachsen, der bald fertiggestellten Rudolf-Leonhard-Straße und der Hechtstraße, sollen auch die Schanzen- und die Fichtenstraße erneuert werden. Außerdem sind Parkierungsanlagen vorgesehen. Die Theaterruine St. Pauli wird ebenfalls mit Fördergeldern weiter ausgebaut.

Über den Entwicklungsstand in den Sanierungsgebieten gaben Vertreter des Stadtplanungsamtes bei der Ortsbeiratsitzung am 14. November Auskunft.


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