|
Ordnung
muß sein
| |

Die St. Petri-Kirche am Großenhainer Platz
|
Seit
ihrer Erbauung vor mehr als 110 Jahren steht die St. Petri-Kirche
am Großenhainer Platz ziemlich verlassen da. Um sie herum
gibt es nur Gärten und kleinere Gewerbebetriebe, außerdem
einige Bürgerhäuser aus älterer Zeit. Die städtebauliche
Entwicklung, die am Ende des 19. Jahrhunderts auch die Leipziger
Vorstadt vom Hechtviertel bis zum Bereich der Friedensstraße
erfaßte, geriet an der Hansastraße ins Stocken. Dahinter
wurden bis zur Großenhainer Straße zwar neue Straßen
angelegt, doch eine planmäßige Bebauung blieb bis auf
die Kirche weitgehend aus (die Wohnblöcke an der südlichen
Hansastraße entstanden erst in den 30er Jahren).
Vom
Stadtplanungsamt wurde nun für das Gebiet ein Rahmenplan aufgestellt
und vor dem Ortsbeirat Neustadt bei seiner Sitzung am 1. Oktober
erläutert. Darin geht es in erster Linie darum, die vorhandenen
Straßen mit einer Blockrandbebauung zu schließen. Diese
soll vor allem einer gewerblichen bzw. Büronutzung dienen,
während die Hofbereiche dem Wohnen vorbehalten bleiben. An
der Ostseite der Großenhainer Straße ist in Ergänzung
zu den bestehenden Gebäuden eine Bebauung in offener Bauweise
vorgesehen, desgleichen an der Westseite zwischen Großenhainer
Platz und Auenstraße. Entlang der alten Bahntrasse am Güterbahnhof
Dresden-Neustadt soll ein Grünzug entstehen, ebenso zwischen
der Conrad- und Petrikirchstraße parallel zur Hansastraße.
Die Petrikirche wird mit einer zukünftigen Umbauung wie auch
die Petrikirchstraße besser in das städtebauliche Gefüge
eingebunden.
Bei
dem Rahmenplan handelt es sich um eine langfristig angestrebte Entwicklung.
Für eine Verwirklichung bedarf es noch einer Aufstellung von
Bebauungsplänen für die verschiedenen Teilbereiche. Doch
angesichts des vorhandenen Gebäudeleerstandes in Dresden besteht
dafür zur Zeit nur wenig Bedarf. Und so stellt der Rahmenplan
vorerst eher einen verwaltungsmäßigen Akt, als ein tatsächlich
angedachtes Realisierungsvorhaben dar. - Ordnung muß sein.
zurück
|