Thema: Radweg über das Schlachthofgelände

Radeln durchs Niemandsland

 
Wo der Radweg von der Elbe heutzutage an der Leipziger Straße endet, ist nun seine Verlängerung auf der anderen Straßenseite geplant

Nichts stört die Ruhe. Sowohl auf den toten Gleisen des Neustädter Güterbahnhofes, als auch nebenan auf den abgeräumten Flächen der ehemaligen Keramikfabrik Villeroy & Boch. Doch das Gelände zwischen Elbe, Leipziger und Großenhainer Straße ist Teil eines von der Europäischen Union finanzierten Förderprogramms zur Aufwertung strukturschwacher Gebiete. Ein Anfang wird nun gemacht, indem neue Wege durch das Gelände angelegt werden, die vorrangig den Radfahrern eine günstige Verbindung vom Elberadweg in Richtung Großenhainer Straße und umgekehrt bieten sollen. Auch die Gothaer Straße als bisherige Stichstraße zum Alten Schlachthofgelände wird in die Radwegekonzeption einbezogen. Sie soll - zusammen mit einer Wegeverlängerung südlich der Leipziger Straße - ebenfalls eine Verbindung zum Elberadweg herstellen. Da sie aber auch künftig als Zufahrtsstraße zum Alten Schlachthof dienen wird, ist der Straßenbereich als Mischverkehrsfläche vorgesehen, mit zusätzlichen Parkmöglichkeiten für die Konzertbesucher.

Richtig Sinn macht das Konzept erst, wenn tatsächlich eine direkte Verbindung zur Großenhainer Straße (ohne Umweg über die Erfurter Straße) hergestellt wird. Das würde aber bedeuten, die nördlich vom Schlachthofgelände verlaufende Bahntrasse unterqueren zu müssen. Dies ist zum einen wegen der entstehenden Kosten problematisch, zum anderen wegen der bestehenden Eigentumsverhältnisse. Denn gerade die Bahn AG zeigt sich bezüglich der Planungen äußerst zurückhaltend.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 06.04.2004