Thema: Der Proschhübel

Rund um den Proschhübel

 
Der Proschhübel: Was wie eine historische Ruinenlandschaft scheint, ist in Wahrheit nur wenige Jahrzehnte alt

Der Blick reicht weit ins Land, respektive in die Stadt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Proschhübel als Erhebung am Südrand der Hellerhöhe schon zu napoleonischen Zeiten strategische Bedeutung erlangte. Die Schanzen, die vor fast zweihundert Jahren zur Kontrolle des Dresdner Stadtgebietes angelegt wurden, sind zwar schon längst wieder verschwunden, dennoch ist die militärische Nutzung des Geländes - zuletzt durch die Soldaten der Sowjetarmee - noch allerorten spürbar. Nördlich der noch immer etwas vernachlässigt scheinenden Proschhübelstraße ist in den letzten Jahren eine großzügige Parkanlage entstanden, deren Wege u.a. sowohl eine Verbindung zur Kleingartenanlage "Hellersiedlung" als auch in Richtung Radeburger Straße herstellen.

Verschlafen und verträumt liegt das Gelände da. Zum einen, weil es noch immer weitgehend unbekannt ist, zum anderen wegen der landschaftsgestalterischen Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart. Sorgsam konservierte Fassadenreste früherer Bebauung harmonieren dabei in einem spannungsreichen Kontrast mit neuzeitlichen Steingestaltungen. Da es keine erläuternden Erklärungen gibt, bleibt eine Wertung des Vorgefundenen dem subjektiven Empfinden des Betrachters vorbehalten.

Eines allerdings scheint der Park schon seit längerem zu sein: Ein Eldorado für Hundeliebhaber. Wenn die in ihrer Bewegungsfreiheit in der Dresdner Neustadt oft eingeschränkten Vierbeiner hier freigelassen werden, sollte man als Parkbesucher darauf eingerichtet sein. Zu erreichen ist der Park über die Proschhübelstraße. Hinter einem unverschlossenen Tor am westlichen Ende der Straße und unmittelbar anschließend an ehemalige Wartungsrampen für Panzer schlängelt sich der Weg rechterhand den Berg hinauf Richtung Proschhübel.


Panoramablick vom Proschhübel von Südosten nach Westen


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 31.12.2004