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Dokumentarin
der vergehenden Zeit
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Christine
Starke
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Wer
durch die Louisenstraße geht, kommt nicht am Gebäude
Nummer Sechs vorbei, ohne einen Blick in die Fenster des Ateliers
der Fotografen Christine und Günter Starke zu werfen. Das Fotografenehepaar
hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Ausstellungen und
Bilddokumentationen vorgestellt. Zum Beispiel: "Jahresringe",
Portraits von Menschen zwischen zehn und hundert Jahren. Inzwischen
arbeitet Christine Starke an weiteren Langzeitprojekten, die sich
- naturgemäß - vor allem mit den Themen Zeit und Veränderung
auseinandersetzen.
Christine
Starke, Jahrgang 51, begegnet dem Neustadt-Flair immer wieder aufs
Neue gern. Ob die Vertrautheit mit dem Händler nebenan oder
ein kurzes Nicken durch das Fenster ihres Ateliers zu einem Vorübergehenden
- sie ist dem Viertel verbunden. "Schön ist die Lebendigkeit
der Neustadt, die Verschiedenartigkeit der Läden und Galerien."
Seit 1981 wohnt sie mit ihrem Mann in der Neustadt, erlebte die
Veränderungen der letzten Jahre bewusst mit. Traurig findet
sie die Gleichgültigkeit einiger Neustadt-Touristen gegenüber
den hier Wohnenden. "Egoistische Haltungen der Menschen untereinander
- nur ein Generationenproblem?"
Was
sie hier verändern würde? "Ich wünsche mir hier
Einbahnstraßen her. Für den ansteigenden allgemeinen
und vor allem den Lieferverkehr mit großen Tonnagen sind diese
Straßen nicht gebaut. Das Viertel ist einfach zu klein für
diese Verkehrsdimension."
Und
was sie hier hält ? "Der Ort ist für mich attraktiv.
Es ist ein Vergnügen, hier zu leben, aber nicht zu vergleichen
mit einem Vergnügungsviertel." (jour).
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