|
Zwei
auf einer Bank
| |

Zwei
auf einer Bank. - Der PETER (Koch) und der WOLF (-Dieter Gööck) |
Eine
Bank und eine Mülltonne. - Die Requisite bei dem neuen Stück,
das am 23. Oktober im Projekttheater Premiere hatte, kommt eher
sparsam daher. Aber schließlich spielt "Peter und der
Wolf oder der Trojanische Erpel" ja auch im Pennermilieu, irgendwo
in Amerika. Wolf-Dieter Gööck ist Bukowski-Verehrer, und
so ist es nicht verwunderlich, dass einer der beiden Protagonisten
auf der Bühne, nämlich Gööck selber, sich für
Hank Chinaski hält. Er teilt sich die Bank mit einem wortlosen,
nur über sein Instrument kommunizierenden Cellisten, gespielt
von Peter Koch. Gööck alias Chinaski sinniert über
den "American Way Of Life" und gerät dabei an die
Geschichte von "Peter und der Wolf", die er auf seine
Weise interpretiert. Während sich sein Banknachbar der Wiedergabe
der prokofjewschen Musik - begleitet von einigen apokalyptischen
Ausfällen - hingibt, charakterisiert Gööck die einzelnen
Figuren der Handlung durch eigene musikalische Beiträge mit
Gesang und Gitarre. So erscheint z.B. der Wolf in bester Elvis-Parodie
als "Lonesome Cowboy".
Zwischendurch gibt es immer wieder philosophische Betrachtungen
zu Amerika, dem Terrorismus, Bukowski und den Frauen. Verständlich,
dass dabei auch die Geschichte von "Peter und der Wolf"
einen etwas anderen Ausgang nimmt. Und der Trojanische Erpel bedeutet
... - Doch da würden wir zuviel verraten.
Obwohl
das Stück - bedingt durch die verschiedenen Handlungsstränge
- einige Längen aufweist, lohnt die originelle Idee durchaus
einen Besuch. Die nächsten Aufführungen von "Peter
und der Wolf oder der Trojanische Erpel" laufen vom 28. bis
30. November im Projekttheater.
Foto:
Detlef Ulbricht
zurück
|