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Flugzeugabsturz
in der Neustadt
Im
abschließenden Polizeibericht über die vier Luftangriffe
auf Dresden am 13., 14. und 15. Februar 1945 heißt es u.a.:
"Ein englisches Flugzeug Nordstraße abgestürzt.
Fünf Mann tot." sowie: "Ein englisches Flugzeug Albertplatz
abgestürzt, ein Mann tot, Verbleib der übrigen unbekannt."
Diese Angaben stimmen nur zum Teil, denn es handelt sich dabei um
ein und dasselbe Flugzeug.
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Lancaster
MK-III der Royal Air Force |
Die
Maschine vom Typ "Lancaster" gehörte zur 5. Bomberflotte
der Royal Air Force, die mit 244 Flugzeugen am Abend des 13. Februar
die erste Angriffswelle auf Dresden flog. Vermutlich durch einen
Bombentreffer höher fliegender Verbände explodierte die
Maschine in der Luft. Aus einer Höhe von über dreitausend
Metern stürzten die Wrackteile zu Boden. Eine Tragfläche
mit zwei Motoren schlug vor dem Hochhaus am Albertplatz auf, ein
weiteres Teil hinter der Görlitzer Straße 22 und der
Rest der Maschine an der Jägerstraße 24. Die siebenköpfige
Besatzung - fünf Australier und zwei Briten - kam dabei bis
auf den Heckschützen ums Leben. Dieser konnte sich mit dem
Fallschirm retten und geriet in Gefangenschaft. Die beim Absturz
getöteten Besatzungsmitglieder fand man später weit verstreut
auf verschiedenen Grundstücken im Bereich der Nordstraße
(Baumstraße 18, Frühlingstraße 3 sowie Nordstraße
32, 36 und 41) und in der Görlitzer Straße 22. Der Leichnam
vom Fundort Görlitzer Straße wurde zum Heidefriedhof
geschafft und dort wahrscheinlich in einem Massengrab beigesetzt.
Die anderen sind in einem Bombentrichter unterhalb der Prießnitzbrücke
verscharrt worden.
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Im
Sommer 1947 erfolgte die Exhumierung der sterblichen Überreste
im Prießnitzgrund und die Überführung zum "Berlin
War Cemetery" in Berlin-Charlottenburg.
Bild
links:
Der Berlin War Cemetery wurde als britischer Soldatenfriedhof für
die Opfer des Zweiten Weltkrieges angelegt. Auch die Besatzung des
beim zweiten Angriff am Wasserwerk Tolkewitz abgestürzten Flugzeuges
fand hier ihre letzte Ruhestätte
(Dieser Beitrag beruht auf Mitteilungen von Götz Bergander,
Autor des Buches "Dresden im Luftkrieg". Weitere Auskünfte
erteilten Matthias Neutzner von der Interessengemeinschaft "13.
Februar 1945" e.V. sowie Mirko Schinnerling vom "Sächsischen
Verein für historisches Fluggerät e.V.")
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