Thema: Leinenzwang

Leinen los !

"He, schon mal was von Leine gehört?" Solche oder ähnliche Sprüche muß sich mancher Hundehalter in Dresden und auch anderswo anhören, wenn er mit seinem Vierbeiner Gassi geht. Daß der neuerliche Leinenzwang nicht überall im Dresdner Stadtgebiet gilt, vergessen bei der derzeitigen Diskussion um Hundehaltung und Schutz vor gefährlichen Hunden die meisten.
An dieser Stelle soll einmal dargelegt werden, wo in unserer Stadt tatsächlich Leinenzwang herrscht. Nach einer Ergänzung zur Polizeiverordnung, die am 15. Juni 2000 vom Dresdner Stadtrat beschlossen wurde, müssen "Bello & Co." innerhalb eines begrenzten Gebietes der Altstadt und der Neustadt an der Leine geführt werden. Die Grenzen des Geltungsbereiches im Ortsamt Altstadt sind: Könneritzstraße, Ammonstraße, Hauptbahnhof, Wiener Straße, Gellertstraße, Lennestraße, Güntzstraße, Sachsenallee, Terrassenufer bis Marienbrücke, Gebiet der Marienbrücke und der Albertbrücke. Den betreffenden Bereich des Ortsamtes Neustadt begrenzen: Stauffenbergallee, Rudolf-Leonhard-Straße, Buchenstraße, Hechtstraße, Hansastraße, Eisenbahnstraße, Uferstraße, Brockhausstraße, Wilhelminenstraße, Fischhausstraße, Heideblick, Am Jägerpark, Radeberger Straße, Gebiet der Marienbrücke und Albertbrücke. (Karte)
Ignorieren kann oder besser muß der Hundehalter eines "gefährlichen Hundes" die Regelung des begrenzten Leinenzwanges, denn er muß seinen Hund außerhalb sicher umfriedeter Grundstücke sowie in Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern stets an einer geeigneten Leine führen. Dies verlangt der § 6 des neuen Gesetzes zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG), das in Sachsen seit dem 01.09.2000 in Kraft ist. Mit diesem Gesetz und der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren zur Durchführung werden von vornherein drei Hunderassen - der American Staffordshire Terrier, der Bullterrier und der Pitbull - als gefährlich für den Menschen eingestuft.

Widerlegen kann der Hundhalter dieser Rassen die Vermutung der Gefährlichkeit seines Hundes nur durch das Vorlegen eines entsprechenden Gutachtens bei der zuständigen Kreispolizeibehörde. Bis dahin ist er verpflichtet, dem Tier stets und überall Leine und Maulkorb anzulegen.

Das Gesetz gilt aber nicht nur für die sogenannten Kampfhunde, sondern regelt auch den Umgang mit gefährlichen Hunden im Einzelfall.
Letztlich sind die Meinungen von Hunde- und Nichthundebesitzern zur artgerechten Haltung des Tieres, das einst vom Wolf abstammte, sehr verschieden. Ginge es nach dem Hund, so würde er wohl sagen bzw, bellen: Leinen los !

Text: i-Punkt

Foto: Archiv Dresden Neustadt Online

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