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Schaudepot
im Kunst Haus
Ein
großes Transparent quer über der Hauptstraße am
Neustädter Markt weist darauf hin: Am 14. Februar eröffnete
im Kunst Haus Dresden auf der Rähnitzgasse die Ausstellung
"Keep on looking. Fragen zur Kunst". Darin zeigt der Kunstfonds
des Freistaates Sachsen Werke aus seiner Sammlung. Der Leiter des
Kunstfonds, Ralph Lindner, informierte vorab auf einer Pressekonferenz
über das Anliegen der Ausstellung und stellte diese vor. Sie
spannt den Bogen von Werken aus Nachlässen, über Kunst
aus der DDR bis zur Gegenwart. "Keep on looking" wird
hier als fortwährender künstlerischer Prozess begriffen.
Zu sehen sind Arbeiten von dreißig Künstlerinnen und
Künstlern. Diese umfassen Gemälde, Fotografien, Diaprojektionen,
Computerdrucke, Installationen sowie Film- und Videoarbeiten. Die
verschiedenen Medien seien aber kein Konzept, sagt Ralph Lindner.
Das Kunst Haus versteht sich als Schaudepot und will vom klassischen
Rundgang in einer Galerie abweichen.
Eins
der modernen Werke ist beispielsweise die Installation "Kissenskulptur"
von Anna Degenkolb. Drei bettgroße Silikonpakete sind mit
Schläuchen umwickelt, durch die kontinuierlich Wasser gepumpt
wird. Die britische Künstlergruppe INVENTORY zeigt Videos mit
zum Teil provokanten Events in der Öffentlichkeit in Dresden-Prohlis.
Frank Berger stellt mit seinen Diaüberblendungen den Alltag
vor dem Londoner Palace Theater dar. Eine Besonderheit ist sicher
der Teil mit Arbeiten aus der DDR, der neben Darstellungen zum Arbeitsalltag
auch Bezüge zu Dresden herstellt. So sind Bilder von Prohlis,
der Leningrader Straße und der Ruine der Frauenkirche zu sehen.
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Die
Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet. Jeweils freitags
um 20.00 Uhr finden Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen
im Kunst Haus statt, die erste ist am 21. Februar "Zeitgenössische
Kunst jenseits der Museen" mit verschiedenen Galeristen.
Der Kunstfonds des Freistaates präsentiert ab dem 30. April
im Festspielhaus Hellerau die Fotoausstellung "Silver &
Gold" mit Arbeiten von Studenten der Leipziger Hochschule für
Grafik und Buchkunst. (Falk Hensel)
"Keep
on looking. Fragen zur Kunst" im Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse
8, Dienstag bis Freitag 14-19 Uhr, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr.
Bilderläuterungen:
Schaudepot I (Abb. oben)
Neo Rauch (1960): Die große Störung, 1995
Schaudepot
II (Abb. unten)
Alfred Hesse (1904-1988): Zerstörtes Barock,
1950
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