Thema: Dresdner Kugelhaus

Die Welt ist rond

 
Das Kugelhaus am originalen Standort, in einer alten Postkartenansicht aus den 30er Jahren

Gerademal zehn Jahre, von 1928 bis 1938, stand das von dem Münchner Architekten Peter Birkenholz entworfene Kugelhaus im Ausstellungsgelände im Großen Garten, doch in dieser Zeit hat es sich tief in das Bewußtsein der Dresdner Bevölkerung eingeprägt. Und trotz all der Veränderungen, die das Stadtbild durch Krieg und Zerstörung bis heute erfahren hat, ist die Erinnerung an das architektonisch fast einmalige Bauwerk wach geblieben. Im Jahre 2001 gründete sich darum ein Verein, der unter dem Motto "Die Welt ist rond" die Wiedererrichtung des Dresdner Kugelhauses zum Ziel hat. Als neuer Standort wurde - da das einstige Ausstellungsgelände nicht mehr exisiert - das Neustädter Elbufer im Bereich des ehemaligen Narrenhäusl's auserkoren. Begründet wurde die Wahl damit, dass einerseits der würfelförmigen Kubatur des Blockhauses am Neustädter Markt mit dem Kugelhaus ein spannungsreiches Pendant gegenübergesetzt werden könne, andererseits die Integration in die Neustädter Elbsilhouette der historischen Bedeutung des Bauwerks gerecht wird. Letzteres sieht die Stadtverwaltung in einer ersten Stellungnahme aber nicht so. Und noch ein anderes Problem hat der Kugelhaus e.V.: Ihm fehlt es zwar nicht an Ideen (denn auch für die Nutzung des Kugelhauses als "Museum der Sprachen" bestehen bereits konkrete Vorstellungen), dafür das Geld. Und so werden vor allem Sponsoren für die Verwirklichung der Idee gesucht.

Besser sieht es da für das Vorhaben am Wiener Platz aus. Dort soll ebenfalls ein neues Kugelhaus entstehen, allerdings mit einer großzügigeren Interpretation der ursprünglichen Gestaltung. Für das von dem Architekten Siegbert Langner von Hatzfeldt entworfene Projekt soll noch im August 2004 Baubeginn sein.

Infos unter www.kugelhaus-dresden.de


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 13.07.2004