Neustadt-Kolumne

Achtung Radfahrer!

von Falk Hensel

Ab nächstes Jahr gilt es aufpassen. In der Alaunstraße dürfen nur Radfahrer in südlicher Richtung durchfahren. Dann muss man auch mit dem Fahrrad die extra für die strampelnden Verkehrsteilnehmer aufgestellten Schilder mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beachten. Das heißt auf einem Abschnitt von 300 Metern erst dreißig fahren, dann scharf auf zwanzig abbremsen, um anschließend wieder auf satte dreißig beschleunigen zu können. Und das selbst im "Begegnungsfall Lkw-Radfahrer" bei einer Straßenbreite von vier Metern! Da merkt man doch, dass sich die Damen und Herren in diversen Ämtern richtig Gedanken machen. Und das Anfertigen und Aufstellen eines weiteren Schilderwaldes kann zumindest kurzfristig Arbeitsplätze sichern.

Damit der Neustädter auch weiterhin jeden Tag mit dem Auto zum Bäcker oder zum Gemüseladen fahren kann, wurde auf die Einrichtung eines Bereiches mit wenig Verkehr verzichtet. Das macht Sinn. Wer in der Alaunstraße demnächst seinen Parkplatz vor der Haustür vermisst, kann ja in eins der neu entstehenden Parkhäuser ausweichen. Das kostet Geld und das kriegt die Stadt. Dann kann sie weitere lustige Neugestaltungen überlegen. Eine Rudolf-Leonhard-Straße reicht eben nicht.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 23.02.2003