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Schönheitsfehler
bleiben
Der
große Saal im Kulturrathaus auf der Hauptstraße war
zu gut zwei Dritteln gefüllt, das Podium mit dem Oberbürgermeister
Roßberg, Ortsamtsleiter Küntzel, dem Abteilungsleiter
der Verkehrsplanung, Herrn Ritscher und dem Pressesprecher der DVB,
Herrn Müller-Eberstein, prominent besetzt.
Ein gutes Jahr hatte man sich mit der Überarbeitung der Planungen
zur Königsbrücker Straße Zeit gelassen. Der bisherige
Entwurf - zwei Fahrspuren pro Richtung und eigener Straßenbahn-Gleiskörper
- war vom Regierungspräsidium nicht genehmigt worden. Dieses
bestand, wohl auch wegen der eingegangenen ca. 1.600 Einwendungen,
auf zusätzliche beidseitige Radwege. Um all das im vorhandenen
Straßenquerschnitt unterzubringen, blieb nur der Verzicht
auf die jeweils zweite Richtungsfahrbahn, da der eigene Gleiskörper
als Voraussetzung für eine finanzielle Förderung der Baumaßnahme
durch Bundesbaumittel beibehalten werden muß.
Damit ist der von der konservativen Mehrheit des Stadtrates im Jahre
1999 beschlossene vierspurige Ausbau endgültig vom Tisch. Hervorgeholt
wurden dafür die Planungen von Mitte der 90er Jahre, die während
der Amtszeit Roßbergs als Dezernent für Stadtentwicklung
entstanden und im Detail modifiziert wurden.
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Beim
Café Europa wird man nun wohl auch in Zukunft draußen
sitzen können. (oben) OB Roßberg wird in die Pflicht
genommen (unten)
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Vorgesehen
sind nun eine überbreite Richtungsfahrbahn von 4,50 Metern
und Radwege von je 1,50 Metern Breite. Dadurch ist es zum
Beispiel möglich, den östlichen Fußweg zwischen
Louisenstraße und Bischofsweg von ursprünglich
geplanten 3,60 Metern auf 5,10 Meter breiter zu bemessen.
Eine Änderung, die vor allem den Händlern und Gewerbetreibenden
zugute kommt.
Anders sieht es im unteren Bereich zwischen Albertplatz und
Katharinenstraße aus. Hier sind zusätzliche Aufstellspuren
für den Kreuzungsbereich erforderlich, welche die Rücknahme
von Grundstücken bedingen. Verständlicherweise erheben
die Eigentümer wegen des Verlustes ihrer Vorgärten
Einspruch.
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Aufstellspuren
sind auch am Kreuzungsbereich Bischofsweg vorgesehen; dort wird
der zusätzliche Raum allerdings durch die Einsparung des Radweges
gewonnen. Eine wie zu erwarten nicht befriedigende Lösung,
die nach der öffentlichen Anhörung noch einer Überarbeitung
bedarf.
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Ansonsten
wird der Ausbau der Königsbrücker Straße nun
wohl in Angriff genommen. Die Bauzeit ist - ein Jahr später
als geplant - von Januar bis Dezember 2003 vorgesehen.
Bis dahin werden die Detailplanungen erarbeitet und die erforderlichen
Genehmigungen eingeholt.
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An der Ecke Louisenstraße bleibt es eng.
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Nachtrag
aus aktuellem Anlaß: Die CDU/FDP-Koalition im Stadtrat hat
am 15. Oktober beschlossen, am vierspurigen Ausbau der Königsbrücker
Straße festzuhalten. Sind die Planungen damit wieder einmal
hinfällig? - Mehr dazu im Neustadtforum.
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