Thema: Sanierung Kleines Haus und Musik-Konservatorium

Stadt und Land

Im NEUSTADTFORUM wurde bereits vor einiger Zeit die Frage gestellt, was eigentlich mit dem "Kleinen Haus" auf der Glacisstraße passiert. Nun wurde dieses Thema auch bei der Ortsbeiratssitzung am 19. Juni besprochen. Die traditionsreiche Spielstätte soll in Kürze saniert werden, und das angrenzende Heinrich-Schütz-Konservatorium gleich mit. Die Kosten dafür übernehmen die Stadt (für die Musikschule) und das Land (fürs Theater).


Das Kleine Haus diente auch nach 1997 noch gelegentlich für Veranstaltungen.

 

Das um 1880 erbaute und als "Tonhalle" bekannte gewordene Konzerthaus nahm 1945 als erstes Theater Dresdens den Spielbetrieb wieder auf. Schon 1988 fanden Bauarbeiten statt. Brandschutztechnische Bestimmungen zwangen jedoch 1997 zur erneuten Schließung des Gebäudes; die Vorstellungen laufen seitdem im provisorisch eingerichteten Schlosstheater.

Im Zuge des nun geplanten Umbaues soll auch die Nutzung erweitert werden. Die Musikhochschule wird mit einziehen, wofür eigens ein Orchestergraben vorgesehen ist. Um alle für einen modernen Theaterbetrieb erforderlichen Funktionen unterzubringen, wird das Kleine Haus "tiefergelegt", d.h., die bisherigen Kellerräume werden in die Nutzung voll mit einbezogen. Der historische Eingangsbau bleibt unverändert erhalten, der Bühnenbereich entsteht komplett neu. Das Ganze soll 10,5 Millionen Euro kosten, der Spielbetrieb wird voraussichtlich 2004/05 aufgenommen.

Das an das Kleine Haus nördlich anschließende Gebäude wird seit 1990 vom Heinrich-Schütz-Konservatorium genutzt. Die Musikschule möchte ihre verschiedenen Standorte in der Stadt gerne an der Glacisstraße zusammenfassen. Daher ist vorgesehen, außer dem Hauptbau perspektivisch auch das benachbarte Gebäude Glacisstraße 32 für schulische Zwecke herzurichten.

Außerdem befindet sich im Hof des Grundstückes noch eine äußerlich bereits wiederhergestellte ehemalige Turnhalle. Sie soll, mit neuen Anbauten versehen, zukünftig auch als "Bürgersaal" für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

 



Musikschule (oben) und Turnhalle (unten)

Alles in allem sind 3,3 - 3,5 Millionen Euro Baukosten veranschlagt, wovon allein ca. 850.000 Euro für die Turnhalle verwendet werden. Der Planungsstand für die einzelnen Gebäude ist unterschiedlich weit vorangeschritten. Begonnen werden soll mit der Turnhalle, deren Fertigstellung für 2003 geplant ist. Die Gebäude der Musikschule einschließlich der vorgesehenen Erweiterung werden jedoch nicht vor 2005 an der Reihe sein.

"Der Vorhang bleibt unten" - Thema zum Kleinen Haus im Neustadtforum


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