Thema: Entwicklungsplan Kindergärten in der Neustadt

Laut und leise

 
Neue Kindertageseinrichtungen - wie hier in der Johann-Meyer-Straße - sind in der Neustadt eher selten.

Laut darf es nicht sein. Nur 50 Dezibel in der Umgebung sind erlaubt, damit ein neuer Kita-Standort genehmigt werden kann. In der Neustadt zugegebenermaßen keine leichte Aufgabe. Doch der Bedarf ist da. 74 Krippenplätze fehlen, fast ebenso viele auch bei den Kitas. Die Stadt setzt dabei verstärkt auf das Engagement der Freien Träger, die schon jetzt gut die Hälfte der vorhandenen Kindertageseinrichtungen betreiben. Aber nicht nur der Lärm von außen schränkt die Standortwahl ein. Denn Kinder brauchen zwar Ruhe, geben selbst aber nur selten welche. So kam ein geplanter Kita-Neubau in der Holzhofgasse wegen der Einsprüche verschiedener Nachbarn nicht zustande. Ein weiteres Argument ist der Platzbedarf. Etwa 1.600 Quadratmeter Grundstücksfläche werden z.B. für eine Kita mit 100 Kindern benötigt. Einen Ausweg aus der mißlichen Situation findet sich denn auch weniger in der Schaffung neuer Einrichtungen, sondern in dem Ausbau der individuellen Tagespflege. Die Betreuung durch sogenannte "Tagesmütter" (oder auch "Tagesväter") ist schon jetzt eine gängige Alternative, das vorhandene Defizit an Kita-Plätzen kurzfristig auszugleichen. Die Kinderzahl in der Neustadt hat zwar mittlerweile ihren Höhepunkt erreicht, doch noch bis 2011, so schätzt man, bleibt diese Zahl konstant. Erst danach wird es wieder einen Rückgang geben, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge der "Nachwende"-Zeit auch entsprechend weniger Nachwuchs hervorbringen.

Die Situation der Kinderbetreuung in der Neustadt war ein Thema der Ortsbeiratssitzung am 20. April.



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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 22.05.2005