Thema: Die Umgestaltung der Kamenzer Straße

Hoffnung für die Stoßdämpfer

Als im vergangenen November die Planungen für die Sebnitzer Straße öffentlich vorgestellt wurden, waren auch einige Anwohner der Kamenzer Straße erschienen, die ihr Unverständnis darüber äußerten, warum nicht zuerst ihre Straße saniert wird. Recht hatten sie. Denn die Kamenzer Straße ist in einem katastrophalen Zustand. Der Belag zeigt größere Unebenheiten, die bisher nur notdürftig ausgebessert wurden. Einziger positiver Effekt: Auf der Kamenzer Straße wird das in der Äußeren Neustadt geltende Tempo-30-Limit von den Autofahrern freiwillig eingehalten.

Nun wurden die Anwohner, Hauseigentümer und Gewerbetreibenden von der Stadtverwaltung zu einer Bürgerversammlung eingeladen, die die geplante Umgestaltung der Kamenzer Straße zum Thema hatte.




Blick von der Louisenstraße in die Kamenzer Straße


Was schon den Autofahrern zu schaffen macht, läßt Fahrradfahrer kapitulieren: Das Kopfsteinpflaster auf der Kamenzer Straße dürfte keine Lobby finden.

Die Veranstaltung fand am 8. März in der Aula der Schule auf der Görlitzer Straße statt. Vor den etwa 50 bis 60 Anwesenden erläuterten Vertreter vom Straßen- und Tiefbauamt und vom Stadtplanungsamt die vorgesehenen Maßnahmen. Diese betreffen den Abschnitt zwischen Louisenstraße und Bischofsweg. Das bisherige Kopfsteinpflaster wird im Bereich der künftigen, 4,35 bzw. 4,75 Meter (eine Entscheidung steht noch aus) breiten Fahrbahnen durch einen Asphaltbelag ersetzt, im Bereich der beidseitig an die Fahrbahnen anschließenden, jeweils 2 Meter breiten Parkstreifen, jedoch wiederverwendet. Die Gehwege bleiben in ihrer jetzigen Gestalt mit Granitgroßplatten erhalten, würden bei einer Fahrbahnbreite von 4,75 m aber etwas schmaler ausfallen. Die Straße soll auf der ganzen Länge in beiden Richtungen befahren werden können. Für den Begegnungsfall zweier LKW sind Ausweichmöglichkeiten durch Ausweisung von Halteverboten auf dem Parkstreifen (im Bereich dicht beieinander liegender Einfahrten) vorgesehen. Dadurch gehen etwa 5 Stellplätze verloren. Baumpflanzungen, die einen weiteren Verlust von Parkmöglichkeiten mit sich bringen würden, sind nicht vorgesehen, da das Denkmalschutzamt diese als gebietsuntypisch ablehnt.

So ging es bei der nachfolgenden Diskussion auch nicht wie bei anderen vergleichbaren Veranstaltungen um das Thema: "Wo parke ich mein Auto?". Kritik gab es vor allem bezüglich der eventuell vorgesehenen Fahrbahnbreite von 4,75 m, die in einer Tempo-30-Zone nicht erforderlich ist. Vorgeschlagen wurde, die jetzt bestehende Einbahnstraßenregelung ab der Schönfelder Straße in südlicher Richtung beizubehalten, um der Staugefahr auf der Louisenstraße durch nach links in die Kamenzer Straße abbiegende Fahrzeuge vorzubeugen. Zur Frage des geplanten Parkhauses auf der Kamenzer Straße ließen sich die Vertreter der Stadt zu keiner Aussage bewegen.

Die Baumaßnahmen sollen im Laufe des Jahres 2002 durchgeführt werden. Bis dahin wird der Entwurf noch einmal im Ortsbeirat vorgestellt, und - in der Phase der Ausführungsplanung - in einer zweiten Bürgerversammlung.


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