Thema: Bebauungsplan Jägerpark

Eine Welt für sich

 

Wo die Radeberger Straße aufhört, fängt die Jägerpark-Siedlung an

Als die Plattenbausiedlung am Jägerpark Ende der achtziger Jahre entstand, war Abgeschiedenheit durchaus erwünscht. Denn zu den neuen Bewohnern zählten auch Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, dessen Dresdner Zentrale sich in unmittelbarer Nähe an der Bautzner Straße befand. Doch nach der Wende erwies sich die isolierte Lage als Problem; das Viertel verlor sichtbar an Attraktivität. Die Wohnbau Nordwest als Eigentümer der Häuser entwickelte Konzepte, durch den teilweisen Rückbau der Gebäude dem negativen Trend entgegenzuwirken. Die Realisierung steht allerdings noch aus. Und auch die Stadtverwaltung bemüht sich nun, die Siedlung am Jägerpark durch bauliche und infrastrukturelle Ergänzungen aufzuwerten. Dazu wurde ein Bebauungsplan erarbeitet, der dem Ortsbeirat Neustadt bei seiner Sitzung am 11. Juni vorgestellt wurde.

Bestandteil des Bebauungsplanes ist zum einen die städtebauliche Verknüpfung mit der übrigen Radeberger Vorstadt durch Errichtung einer 2- bis 4-geschossigen Zeilenbebauung im vorderen Teil der Straße "Am Jägerpark" sowie an der alten Radeberger Straße. Zum anderen soll eine neue Straße das Jägerpark-Viertel mit der Mathias-Oeder-Straße verbinden. Damit könnte auch der schon länger geplante Quartierbus durch das bisher vom öffentlichen Nahverkehr ausgesparte Wohngebiet endlich realisiert werden. Für die Umsetzung des Bebauungsplanes ist die Abholzung von 1,8 Hektar Waldfläche erforderlich. Als Ausgleich sollen Ersatz-Aufforstungen vorgenommen werden - allerdings einige Kilometer entfernt, in Weißig.

Der Ortsbeirat Neustadt stimmte den Zielen des Bebauungsplanes zwar grundsätzlich zu, sprach sich aber angesichts des hohen Wohnungsleerstandes in Dresden gegen die Ausweisung von neuen Baurechtsflächen aus.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 29.06.2003