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Zukünftige
Bebauung zwischen Alaunplatz und Stauffenbergallee
Der zweite
Tagesordnungspunkt der letzten Sitzung des Ortsbeirates am 07.02.2001
behandelte den Bebauungsplan Nr. 125 Tannenstraße/ Garnisonkirche,
der nach einem vorangegangenen städtebaulichen Wettbewerb zur Albertstadt
Anfang der 90er Jahre und dem weiterführenden Entwurf eines Rahmenplanes
durch den Wettbewerbssieger Büro Prof. Zumpe aufgestellt wurde.
Nachdem der B-Plan bereits in Jahren von 1994-99 mehrfach Thema
der Ortsbeiratssitzung war, erläuterten der Leiter des Stadtplanungsamtes
Herr Pfeffer und seine Mitarbeiterinnen an diesem Abend ihre aktuellen
Vorstellungen und Planungen von einer künftigen Nutzung des Gebietes
im Umfeld der frisch instandgesetzten Garnisonkirche. Auf dem ca.
36 ha großen Areal sollen in Zukunft mehrere Neubauten errichtet
werden. Neben ca. 600 Wohneinheiten, die in Form von "Stadtvillen"
und Wohnblocks zu beiden Seiten der Hans-Oster-Strasse entstehen
könnten, sind ein infolge Mischnutzung der Kirche benötigtes Funktionsgebäude
und eine dreiteilige Gebäudegruppe mit Seniorenwohnen, Gemeindezentrum
und Kindertagesstätte in Nähe der Kirche geplant. Ebenfalls berücksichtigt
der B-Plan eine mögliche bauliche Erweiterung des MDR. Im erhalten
gebliebenen und denkmalgeschützten Kasernenbau wird voraussichtlich
ein "Fachgerichtszentrum" des Freistaates untergebracht. Parallel
zur Aufstellung des B-Planes muss der Flächennutzungsplan so geändert
werden, das im Bereich des vorgesehenen Gemeindezentrums der Pfarrgemeinde
St. Martin Baurecht geschaffen wird.

Kritisch gesehen
wurde vom Ortsbeirat die Zahl der geplanten Wohnungen, die den derzeitigen
Wohnungsleerstand in der Stadt wohl zusätzlich vermehren wird. Das
Stadtplanungsamt dagegen vertraut auf die Mechanismen des Marktes
und den Spürsinn der Investoren, die nach Aussage des Amtes zum
Teil bereits gefunden und vorvertraglich gebunden sind und hofft
auf einen hohen Prozentsatz an Vermietung, der durch eine hohe Wohnqualität
erreicht werden soll. Für das Gemeindezentrum und den Funktionsbau
existieren bereits konkrete Vorstellungen, die der Bauherr Herr
Kaiser, Besitzer der Garnisonkirche, so bald als möglich realisieren
möchte. Bedenken zur Errichtung des Funktionsgebäudes direkt an
der Stauffenbergallee gibt es seitens des Denkmalschutzes. Das Landesamt
für Denkmalpflege vertritt die Auffassung, das ein Baukörper an
dieser Stelle die Sichtbeziehungen zur Kirche und im näheren Umfeld
stören wird und plädieren daher für ein südliches Einrücken des
Gebäudes.
Die zu errichtenden Wohnbauten werden sich städtebaulich am Neustädter
Umfeld orientieren. Größenverhältnisse mit vier Geschossen wurden
in Nachbarschaft zu den vorhandenen Kasernenbauten als angepasst
empfunden. Eine lockere innenhofbildende Gruppierung der Gebäude
sowie die großzügige Grünflächengestaltung sollen den qualitativ
hochwertigen Charakter der Wohnungen sichern.
Grundsätzlich stimmte der Ortsbeirat der Vorlage zu, befürchtete
aber eine zusätzliche Belastung des stehenden Verkehrs im Bereich
der Äußeren Neustadt. Gleichzeitig formulierte er einen Prüfauftrag,
der die Nutzung des Sportplatzes am Rande des Alaunplatzes für Parkmöglichkeiten
ermitteln soll.
Text: Michael
Matthes
Plan: Jens
Dudczak
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