|
Straßenbau
außer der Reihe
| |
Die
Leipziger Straße beim Hochwasser im letzten August
|
Die
Jahrhundertflut hatte in manchen Bereichen durchaus auch ihr Gutes.
Denn zwangsläufig werden nun einige Straßen wieder auf
Vordermann gebracht, deren Instandsetzung sonst noch Jahre gedauert
hätte. In der Neustadt betrifft dies u.a. die Wigardstraße,
die Leipziger Straße und die Glacisstraße. Für
weitere - wie den Bischofsweg, die Prießnitzstraße,
das Carusufer und die Große Meißner Straße - sind
die erforderlichen Anträge auf den Weg gebracht. Dabei mußten
diese Straßen nicht zwangsläufig unter Wasser gestanden
haben. Beachtliche Schäden entstanden auch durch Unterspülungen
infolge des hohen Grundwasserstandes.
Die
konkreten Projekte im einzelnen:
Die
Leipziger Straße ist wegen ihrer verkehrlichen Bedeutung und
der Ausbaulänge wohl von größter Wichtigkeit. Zwischen
Antonstraße und Puschkinplatz wird die elbseitige Fahrbahn
erneuert, inklusive des Gleiskörpers der Straßenbahn.
Dieser wird auf 3,00 m Gleisabstand erweitert, um zukünftig
den Einsatz breiterer Straßenbahnfahrzeuge zu ermöglichen.
Die Haltestelle Hafenstraße wird als überfahrbares Kap,
ähnlich wie an der Lennéstraße, ausgebildet. Die
Haltestelle Puschkinplatz wird Richtung Westen verlegt.
Die
Wigardstraße wird auf 400 Metern Länge erneuert. Statt
dem jetzt vorhandenen Kleinpflaster wird ein Asphaltbelag aufgebracht;
für jede Fahrtrichtung sind zwei Fahrspuren vorgesehen. Die
Fußwege werden für eine kombinierte Nutzung mit dem Radverkehr
umgestaltet.
Die
Glacisstraße erhält ebenfalls einen lärmmindernden
Belag aus Asphalt und wird in ihrer Straßenbreite auf 10,60
Metern erweitert. Der östliche Fußweg soll künftig
auch von Radfahrern benutzt werden können. In der Gegenrichtung
wird ein "Angebotsstreifen" für Fahrradfahrer im
Bereich der Straßenfahrbahn eingerichtet. Es sind beidseitige
Parkstreifen vorgesehen, in die auch Baumpflanzungen integriert
werden sollen. Die Mittelinsel am Schütz-Konservatorium wird
beibehalten; die Einrichtung einer Tempo-30-Zone ist im Gespräch.
Die
beschlossenen Maßnahmen sollen auf Grund der Förderrichtlinien
bis Ende 2004 realisiert sein.
zurück
|