|
Die
Zeit brennt immer
| |

Wenn
auf der Louisenstraße die Feuerwehr ausrückt, ist
es immer öfter der Krankenwagen und immer seltener der
Löschzug |
Die
Anwohner der unteren Louisenstraße wissen nur zu genau, wieviel
die Feuerwehr zu tun hat. Auch wenn der Lärm der ausrückenden
Fahrzeuge und das damit einhergehende Verkehrschaos an der Ecke
Königsbrücker und Louisenstraße für ständigen
Frust sorgt, bedeutet doch jeder Einsatz auch immer den Schutz von
Menschenleben. Der Feuerwache auf der Louisenstraße kommt
dabei eine besondere Aufgabe zu. Denn hier befindet sich die Leitzentrale
der Dresdner Feuerwehr, in der alle Notrufe entgegengenommen und
weitervermittelt werden. Zur Sicherung des Brandschutzes stehen
in Dresden insgesamt vier Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie
27 sogenannte "Stadtteilfeuerwehren" (Freiwillige Feuerwehr)
zur Verfügung.
Wie
die unlängst veröffentlichte Feuerwehrstatistik von 2003
verriet, spielt die eigentliche Brandbekämpfung eine eher untergeordnete
Rolle. Den Hauptanteil der 42.024 im Dresdner Stadtgebiet gefahrenen
Einsätze machten Notfallrettungen (17.542) und Krankentransporte
(17.785) aus. Mit 35 bzw. 43 Prozent Einsatzbeteiligung kommt der
Feuerwehr in beiden Bereichen eine größere Bedeutung
als den anderen Rettungsdiensten (Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund,
Johanniter-Unfallhilfe und Malteser-Hilfsdienst) zu. Genau 1.147
Mal rückten die Fahrzeuge der Feuerwehr zur Löschung von
Bränden aus. Fast genau so oft aber auch umsonst, wenn sich
die Notrufe als Fehlalarmierungen erwiesen. Einen weiteren wichtigen
Aspekt in der Arbeit der Feuerwehr stellen die Technischen Hilfeleistungen
dar. Dazu gehört das Öffnen von Wohnungen ebenso, wie
die Beseitigung von Wasser- oder Sturmschäden, Einsätzen
bei Verkehrsunfällen, die Rettung von Tieren und die Beseitigung
von Tierkadavern. Für alle diese Fälle wurde die Feuerwehr
im vergangenen Jahr 3.592 Mal gerufen.
In
der Entwicklung der letzten zehn Jahre läßt sich feststellen,
dass sich die Anzahl der Brände nahezu halbiert hat (wohl auch
wegen der immer weniger werdenden Ofenheizungen), Technische Hilfeleistungen
und Umweltschutzeinsätze aber deutlich zugenommen haben. Auch
bei den Krankentransporten liegt die Zahl im Vergleich zu 1994 um
ein Vielfaches höher. In diesem Bereich arbeitet die Dresdner
Feuerwehr erst seit der Wende.
(Die
veröffentlichten Zahlen wurden einer Information des Dresdner
Presseamtes zur Feuerwehrstatistik 2003 entnommen.)
zurück
|