Thema: Erneuerungskonzept Hechtviertel

Bald Halbzeit im Hecht

 
Der Bischofsplatz gehört nun ebenfalls zum "Sanierungsgebiet Hechtviertel".

Seit gut zehn Jahren ist das Hechtviertel Sanierungsgebiet. In dieser Zeit hat sich für die rund dreitausend Bewohner im Gebiet einiges getan. Jüngstes Beispiel ist der soeben fertiggestellte Kinderspielplatz an der Schanzenstraße.

Grundlage für die Sanierungstätigkeit bildet das Erneuerungskonzept, welches den Handlungsrahmen u.a. für die Bereiche Nutzung, Grün- bzw. Freiflächen und Verkehr festlegt. Um den aktuellen Erfordernissen gerecht zu werden, bedarf es in regelmäßigen Abständen einer Aktualisierung dieses Konzeptes. Bei der Ortsbeiratssitzung am 19. März wurde durch Herrn Bräuniger vom Stadtplanungsamt der neue Entwurf vorgestellt.

Auffälligste Änderung im Erneuerungskonzept ist die Erweiterung des Sanierungsgebietes um den Bereich Bischofsplatz im Süden. Diese Maßnahme wurde mit dem beabsichtigten neuen S-Bahn-Haltepunkt begründet, der umfassende städtebauliche Eingriffe (u.a. die Verlegung der Straßenbahn-Haltestelle) erforderlich macht.

Auch im Bereich Handel und Gewerbe gibt es Ergänzungen. Entsprechend ihrer guten Geschäftslage soll in den Häusern am Bischofsplatz die gewerbliche Nutzung bis in das zweite Obergeschoss möglich sein. Im Gegenzug wurde die Hechtstraße zwischen der Fichten- und der Buchenstraße zur Wohnlage erklärt. Notwendige Betriebsverlegungen sollen nach wie vor nur innerhalb des Gebietes erfolgen.


Das "Wahrzeichen" des Hechtviertels: die Ruine der St.-Pauli-Kirche

Die Innenhöfe bleiben im wesentlichen der privaten Nutzung vorbehalten. Bei der Flächenversiegelung wird eine Verringerung auf 60 Prozent (im dichter bebauten Gebiet südlich der Seitenstraße) bzw. 40 Prozent angestrebt. Die durch die Bahntrasse beeinträchtigte Wohnqualität an der Rudolf-Leonhard-Straße soll durch die Schaffung großzügiger privater Außenräume im rückwärtigen Bereich aufgewertet werden. Auf die vorgesehenen Parkeinrichtungen entlang der Bahn (nördlich des Bischofsplatzes) wurde deshalb verzichtet. Weil aber von einem zusätzlichen Bedarf von 300 PKW-Stellplätzen ausgegangen wird, sind drei mögliche Standorte für Quartiersgaragen festgelegt worden: am nördlichen Rand des Bahndamms nach Leipzig/Berlin, nördlich der Tannenstraße sowie der südliche Abschnitt der Kiefernstraße. Stellplätze in den Innenhöfen sollen grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden.

In der Konzeption für das Straßennetz ist entgegen der bisherigen Planungen der perspektivisch vorgesehene Ausbau der Johann-Meyer-Straße und die Verlängerung zur Hechtstraße nicht mehr enthalten.

Das modifizierte Erneuerungskonzept, in das auch der vor zwei Jahren ebenfalls für das Hechtviertel aufgestellte Lärmminderungsplan aufgenommen wurde, hat für die nächsten fünf bis sieben Jahre Gültigkeit. Da der "Hecht" noch bis ins Jahr 2016 Sanierungsgebiet bleibt, werden weitere Aktualisierungen erforderlich sein.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 31.03.2003