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Ein
Bild und seine Geschichte
Wenn
Piloten sich irren, bedeutet das meist nichts Gutes. Im Falle von
Dresden hat es bei den verheerenden Luftangriffen am 13. und 14.
Februar 1945 jedoch ein möglicherweise noch größeres
Ausmaß an Zerstörungen verhindert. Technische Probleme
und ungünstige meteorologische Verhältnisse führten
dazu, dass rund ein Viertel der über 400 bei dem amerikanischen
Tagesangriff am 14. Februar eingesetzten B-17 Bomber - sogenannte
"Fliegende Festungen" - ihr vorgegebenes Ziel nicht fanden.
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"Heavy
incendiary bombs, together with explosives, fall toward the
city of Dresden ..." - Auszug aus der originalen Bildunterschrift.
Bild unten: Der gleiche Bildausschnitt aus einem Stadtplan
von Prag. Er zeigt das nördliche Smichov, südwestlich
der Innenstadt
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Die
Maschinen der 8. amerikanischen Luftflotte trafen nach ihrem Start
von den englischen Militärbasen und der Überquerung des
Ärmelkanals auf eine breites Wolkenband über dem europäischen
Festland. Um dieses zu umfliegen, wich das erste der insgesamt vier
Kampfgeschwader nach Süden aus. Während die drei anderen
ihre Flughöhe änderten und die Richtung beibehielten,
fiel bei dem ersten Geschwader zusätzlich zu der Kursabweichung
noch der Radar aus, erst bei der ersten, dann auch bei der zweiten
Leitmaschine. So mußte auf Sicht geflogen werden, wobei die
Orientierung durch vielfach auftretende Wolkenfelder erschwert wurde.
Als sich der Verband etwa südlich von Chemnitz befand, war
durch ein Loch in der Wolkendecke in der Ferne ein großflächig
bebautes Gebiet zu erkennen. In der Annahme, es sei Dresden, nahmen
die Piloten Kurs auf dieses Ziel und entledigten sich dort ihrer
Bombenlast. Dass es sich dabei tatsächlich um Prag handelte,
war nicht oder erst zu spät bemerkt worden.
Dieser
Irrtum sollte sich in der späteren Geschichtsschreibung fortsetzen.
Ein aus einem der "verirrten" Flugzeuge während des
Bombenabwurfes über Prag aufgenommenes Foto wurde im U.S.-Militärarchiv
als Dokument des Angriffes auf Dresden registriert. Wegen seiner
unzweifelhaft beeindruckenden Aussage wurde das Bild immer wieder
im Zusammenhang mit der Zerstörung von Dresden veröffentlicht,
so z.B. in Walter Weidauers "Inferno Dresden", in "Dresden
im Luftkrieg" von Götz Bergander oder in Frederick Taylors
englischer Originalausgabe von "Dresden, 13. Februar 1945",
dort sogar als Umschlagbild. Auch die Sächsische Zeitung verwendete
dieses Foto 2004 in einem Beitrag zum 59. Jahrestag des Bombenangriffes.
Dieser
Beitrag beruht u.a. auf Informationen von Herrn Götz Bergander
und aus seinem Buch "Dresden im Luftkrieg", erschienen
im Böhlau-Verlag.
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