Archiv >>> Tag des offenen Denkmals

Die Garnisonskirche St. Martin

Die Garnisonskirche an der Stauffenbergallee wurde von 1895 - 1901 errichtet, die Kirchweihe fand schon 1900 statt. Sie diente für 45 Jahre als sogenannte "Simultankirche" der Militärseelsorge. Da unter den Soldaten und Offizieren Angehörige sowohl der evangelischen wie auch der katholischen Konfession waren, wurden beide mit eigenen Kirchenräumen berücksichtigt. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges blieb das Kirchengebäude glücklicherweise verschont. Den Namen "Garnisonskirche" mußte die Kirche zu DDR-Zeiten ablegen, sie hieß daraufhin "St. Martin".


Bild links: Die Garnisonskirche von Süden

Nach 1945 nutzte die Gemeinde der ausgebombten Franziskus Xaverius Kirche (sie stand an der Hauptstraße in der Inneren Neustadt) den katholischen Teil der Garnisonskirche, die Gemeinde der ebenfalls zerstörten St. Pauli Kirche aus dem Hechtviertel den evangelischen Teil, allerdings nur bis 1967. Da die Größe des Kirchenraumes in keinem Verhältnis zur Mitgliederstärke der St-Pauli-Gemeinde stand, zog diese in ihr verbliebenes Pfarrhaus am Königsbrücker Platz um.

Der Altarraum im katholischen Teil

Nun wurde der evangelische Teil der Garnisonskirche entweiht und stand für einen neue Nutzung offen. Diese fand sich schließlich in der Unterbringung des Theaterfundus sowie der Phonothek der Sächsischen Landesbibliothek. Dafür wurden im Kirchensaal massive Einbauten vorgenommen, Wände und Decken eingezogen. Der bauliche Zustand der Kirche verschlechterte sich zusehends, notwendige Reparaturen blieben aus. Erst in jüngster Zeit wurde durch einen privaten Investor die Außenhülle der Kirche instand gesetzt.


Bild links: Der verbliebene Kirchenraum über dem Theaterfundus im evangelischen Teil. Im Vordergrund das Dach der Kanzel.

Jener Investor plant nun, nach Auszug von Phonothek und Theaterfundus, den evangelischen Gemeindesaal wieder herzurichten und für kulturelle Zwecke zu nutzen.

 

Andrang beim Tag des offenen Denkmals.

Der Besucherandrang beim Tag des offenen Denkmals war enorm. Vor allem die erstmals mögliche Besichtigung des verbliebenen Kirchenraumes im evangelischen Teil lockte viele Interessierte in die Garnisonskirche. Wer aber auf Grund des Andranges nicht in die Kirche kam, hat dazu im Oktober eine zweite Möglichkeit. Dann ist die Garnisonskirche anläßlich ihres 100sten Geburtstages erneut für die Öffentlichkeit zugänglich. Dresden Neustadt Online wird die genauen Termine noch veröffentlichen...

zur DEAB-Halle

zurück

 

 

Copyright 1999/2000 Planetpark Future * Stand: 04.11.2000 * Tel.: +49 351 89960522