Thema: Bebauung an der Brockhausstraße

Schon hinter Bäumen und doch zu offensichtlich: Der Blick auf die Plattenbauten an der Bautzner Ecke Brockhausstraße soll zugebaut werden
 

Versteckte Vergangenheit

Die Lage ist zugegebenermaßen äußerst lukrativ. Und so ist es nicht verwunderlich, dass für den östlichsten Teil des ehemaligen Stasi-Geländes an der Bautzner Straße, zwischen Elbe und Brockhausstraße, schon seit mehreren Jahren Planungen für dessen Neubebauung existieren. Den Entwurf lieferte der Dresdner Architekt Professor Langner von Hatzfeld, der neben neuen Stadtvillen auch eine schlangenförmige Reihenhausbebauung im elbseitigen Bereich vorgesehen hat. Für die nötige Baufreiheit ist jedoch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Im Rahmen des nun schon seit geraumer Zeit laufenden Genehmigungsverfahrens haben sich immer wieder Änderungen ergeben, die u.a. auch die territoriale Abgrenzung des Baugebietes betreffen. So wurde mittlerweile das bisherige, Richtung Elbe gelegene Baugebiet "A" um ein zweites, direkt an die Bautzner Straße angrenzendes Areal "B" erweitert. Beide Bereiche sind durch vorhandene Plattenbauten aus den 80er Jahren voneinander getrennt.

Die Errichtung von zusätzlichen Stadtvillen an der Bautzner Straße darf aber eher kritisch bewertet werden, denn weder eine städtebauliche Erfordernis, noch ein wirtschaftlicher Vorteil (angesichts des hohen Leerstandes im benachbarten Bereich) scheint an dieser Stelle plausibel. Vorrangig scheint es dabei wohl eher um die Kaschierung der real existierenden Gegenwart aus sozialistischer Vergangenheit zu gehen. Und so stimmte der Ortsbeirat Neustadt bei seiner Sitzung am 2. Juni auch nur dem Bebauungsplan für den Teilbereich A zu. Eine endgültige Entscheidung zu dem Bauvorhaben steht allerdings noch aus.


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 08.06.2004