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Kater
nach der Biermeile
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Feiern
auf der Hauptstraße - nicht jedermanns Freude |
Des
einen Freud ist des anderen Leid: Wurden verirrte Besucher und Kunden
der Hauptstraße noch vor wenigen Jahren von leer stehenden
Schaufenstern angegähnt, hat sich die Straße in den vergangenen
drei, vier Jahren wieder zu einer belebten und beliebten Einkaufsmeile
entwickelt. Weinfest, Töpfermarkt, Biermeile ... ziehen regelmäßig
und scharenweise Besucher an, doch die "Bier- und Bratwurstfeste"
sorgen bei manchem auch für Katerstimmung. "Vor allem
die Biermeile wird immer mehr zu einer Krawall- und Zerstörungsaktion",
schimpft Anwohner Peter Böhme. "Die Bühnentechnik
bei den Festen würde einer Stadionbeschallung gerecht!"
Allein im Mai gebe es an elf Tagen Veranstaltungen auf der Hauptstraße
- und vom 14. bis 16.5. ist die nächste "Biermeile"
geplant. "Hier hilft nur die Flucht", resümiert Peter
Böhme genervt.
Beim
Vermieter WOBA versteht man die Vorwürfe nicht. "Wer in
ein Geschäftsviertel zieht, kann hier die Zentralität
genießen", so Pressesprecher Peter Horenburg. "Aber
natürlich ist es da auch manchmal laut, das ist die Kehrseite."
Die Bewohner der Hauptstraße wüssten um die Vor- und
Nachteile dieser Wohnlage. Jeder müsse dabei selbst entscheiden,
ob er sich darauf einlasse. "Für die meisten Mieter überwiegen
aber ganz offensichtlich die Vorteile. Wir haben keine einzige freie
Wohnung hier.
Auch
Christian Albrecht, Centermanager der Markthalle, weiß nichts
von einem angeblichen Konflikt zwischen Anwohnern und Geschäftsleuten.
"Die Gewerbetreibenden hier leben davon, dass Besucher auf
die Hauptstraße kommen. Die Feste sind dafür immer ein
Garant." Natürlich sei der Lärmpegel für die
Anwohner nicht immer angenehm, aber man achte darauf, dass bei allen
Veranstaltungen die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden:
Nach 22 Uhr wird die Lautstärke heruntergedreht. Bernd Gräfe
vom Radiogeschäft ergänzt: "Wir unterstützen
die Feste auf der Hauptstraße, weil sie diese schöne
Einkaufsstraße noch bekannter machen. Für uns als Händler
bedeutet das natürlich auch mehr Aufwand wie z.B. zusätzliche
Öffnungszeiten. Das nehmen wir aber gern in Kauf." (mi/Neustadt-Zeitung)
Die
zahlreichen Feste auf der Hauptstraße sind auch Diskussionsthema
im Neustadtforum
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