Thema: Stadtratsantrag zur Augustusbrücke

Eine Karlsbrücke für Dresden

 
Kleinkunst auf der Augustusbrücke - beim Brückenfest am 1. Juni schon mal live zu erleben

Die Augustusbrücke stellt ein wichtiges Bindeglied in der fußläufigen Verbindung vom Hauptbahnhof zum Albertplatz dar. Während Prager Straße, Schloßstraße und Hauptstraße bereits autofreie Zonen sind, müssen die Fußgänger auf der Augustusbrücke noch immer mit dem Bürgersteig vorlieb nehmen. Dabei spielt sie mit einem Anteil von sechs Prozent des Individualverkehrs auf Dresdner Straßenbrücken (Angaben Tiefbauamt) eine eher untergeordnete Rolle. Eigentlich liegt es nahe, den Straßenverkehr ganz von der Brücke zu verbannen, doch für solch eine verkehrspolitische Entscheidung fehlt die entsprechende Lobby im Stadtrat.

Ein von PDS und der Grünen Liga eingereichter Antrag sieht nun vor, zumindest an den Sommerwochenenden die Augustusbrücke vom Autoverkehr zu befreien und ein Betätigungsfeld für Künstler und Händler zu schaffen, ähnlich wie auf der Karlsbrücke in Prag. Für diese Idee gibt es parteiübergreifend viele Befürworter, und auch Vertreter der Marketing- und Tourismusbranche sowie die Neustädter Gewerbetreibenden äußerten sich dazu durchaus positiv. Denn dadurch würden unzweifelhaft auch mehr Besucher in die Neustadt kommen.

Unterschiedliche Meinungen gibt es vor allem darüber, ob die Straßenbahnen bei der Sperrung weiter über die Brücke fahren sollen oder nicht. Vertreter der Dresdner Verkehrsbetriebe bestehen darauf, weisen aber auf die Unfallgefahren hin. Außerdem gibt es Zweifel, ob sich tatsächlich ein kulturelles Leben wie nach Prager Vorbild entwickeln wird.

Das Brückenfest am 1. Juni bot einen guten Vorgeschmack, wie es auf der Augustusbrücke einmal aussehen könnte.

Die Augustusbrücke ist auch Thema im Neustadtforum


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Copyright 2001 Dresden Neustadt Online * Stand: 02.06.2003